
ALSFELD (pm). Über ein volles Haus konnten sich die Mitwirkenden der Lesung „Der nächste Redner ist eine Dame“ vor wenigen Tagen in der Villa Raab freuen. Tanja Bohn, Johanna Mildner, Stefanie Planz, Julia Rausch, Lis Römer und Traudi Schlitt lasen Texte aus dem gleichnamigen Buch, das die Biografien aller 38 Frauen enthält, die von 1949 bis 1953 ins erste bundesdeutsche Parlament gewählt wurden. Nun konnten sie ihre Freude weitergeben, denn das Publikum hatte achthundert Euro für das Frauenhaus im Vogelsberg gespendet, die Johanna Mildner und Traudi Schlitt nun an den Träger des Hauses, das Haus am Kirschberg in Lauterbach, übergaben.
Marc Simon, Pädagogischer Bereichsleiter und verantwortlich für das Fundraising, und Steffanie Stehling, Pädagogische Bereichsleitung und verantwortlich für das Frauenhaus, nahmen die Summe gern entgegen. Sie skizzierten den großen Bedarf an Frauenhausplätzen auch im Vogelsberg. Spenden außerhalb der Regelzuweisungen seien sehr wichtig, da man davon Dinge für die Frauen und Kinder finanzieren könnte, die nicht übernommen werden und dennoch erforderlich sind. Dass es nun wieder ein Frauenhaus – noch dazu bald in einem Neubau – gebe, schließe eine Versorgungslücke im Vogelsberg, sagte Stehling.
Genau das sei der Grund, anlässlich der Lesung zu einer Spende aufzurufen, schilderte Schlitt. Sie betonte, dass die Frauen, die in der Lesung und dem Buch portraitiert wurden, die ersten waren, die sich für die Bedürfnisse von Frauen in der Gesellschaft überhaupt eingesetzt hätten. Vieles, von dem man heute profitiere, sei deren Verdienst. Die Spenden des Abends wurden zu hundert Prozent übergeben. „Das wurde möglich, weil uns keinerlei Kosten entstanden sind“, unterstrich Mitorganisatorin Johanna Mildner vom Alsfelder Buchladen Lesenswert: Tanja Bohn hatte die Kosten für den Raum übernommen, und auch die Tontechniker Norbert Ludwig und Michael Hahn wirkten kostenlos mit; die Vorleserinnen sowieso. „Es war uns ein großes Anliegen, die große Bedeutung von Frauen in der Politik unter die Leute zu bringen und gleichzeitig für das Frauenhaus einzustehen“, ergänzte Mildner.
Zusätzlich zu den achthundert Euro überreichte Traudi Schlitt hundert weitere Euro. Diese waren noch aus einer Veranstaltung im Rahmen des Lauterbacher Altweibersommers aus dem letzten Jahr für das Frauenhaus eingegangen.
Marc Simon und Steffanie Stehling: „Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen das Frauenhaus unterstützen, und wir danken allen sehr für diese Wertschätzung unserer Arbeit.

Johanna Mildner (l.) und Traudi Schlitt (r.) übergaben achthundert plus hundert Euro an das Haus am Kirschberg. Steffanie Stehling freute sich sichtlich.
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